„Entscheidungen der KI müssen erklärbar sein und keine Blackbox“

28. Januar 2020, 12:00 Uhr
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Beim aktuellen BrainSnack sprach Martin U. Müller mit Professor Dr. Christoph Lütge über Ethik in KI und Robotik. Professor Lütge ist seit 2010 Inhaber des Peter Löscher- Stiftungslehrstuhls für Wirtschaftsethik an der TU München und Direktor des Institute for Ethics in Artificial Intelligence an der Technischen Universität München, das im Oktober dieses Jahres offiziell eröffnet wurde. Eines der ersten Forschungsprojekte wird sich mit KI-basierter Entscheidungshilfe bei ethischen Fragen im Klinikalltag beschäftigen.
Professor Lütge forscht auf dem Gebiet der Wirtschafts- und Unternehmensethik sowie der Ethik der Digitalisierung und Künstlichen Intelligenz. Er plädiert dafür, Ethik in modernen Gesellschaften nicht über moralische Appelle, sondern über Regeln umzusetzen. Dazu gehören sowohl formelle als auch informelle Regeln. Die Rolle des Wettbewerbs und der von Ordnungen ausgehenden Anreize stehen dabei ebenso im Vordergrund wie die Prüfung ethischer Kategorien auf Angemessenheit.
Nach dem Studium der Wirtschaftsinformatik und Philosophie (Promotion 1999) war Professor Lütge wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für Philosophie und Ökonomik der LMU München, wo er sich auch habilitierte (2005). Gastprofessuren führten ihn nach Venedig, Taipeh, Kyoto sowie kürzlich nach Harvard.
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