Weniger ambulant-sensitive Fälle im Krankenhaus, steigender Case-Mix und konstante Geburtenzahlen
Juni 2021

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Das erste Corona-Jahr in den Kliniken und seine Auswirkungen auf die Zukunft
Gerade hat Professor Boris Augurzky mit Kollegen von der TU Berlin eine Studie zum Leistungsgeschehen der Krankenhäuser und zur Ausgleichspauschale in der Coronakrise vorgelegt. Ergebnis: Stationär behandelte ambulant-sensitive Fälle sind im ersten Jahr der Pandemie um bis zu 30 Prozent gesunken; der Case-Mix dagegen ist stark gestiegen. Sprich: was nicht unbedingt im Krankenhaus behandelt werden musste, wurde dort weniger behandelt. Die komplexen Fälle jedoch schon.
Noch kann man nicht abschätzen, ob sich dieser Trend nach der Pandemie so fortsetzt. Wäre dies der Fall, würde das einen bedeutenden Wandel in den Krankenhäusern auslösen: Denn dann stehen in den deutschen Kliniken zu viele Betten zur Verfügung.
Im Gespräch mit Sebastian Balzter geht Augurzky auf die Ergebnisse des Berichts ein und erläutert die Auswirkungen der Pandemie und der getroffenen Maßnahmen für die Kliniken.
