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RHÖN STIFTUNG – Eugen und Ingeborg Münch
BrainSnack

Weniger stationäre Aufenthalte, bessere Qualität und immense Ersparnis bei den eingesetzten Ressourcen für das System: Wie andere Vergütungsanreize die Versorgung verbessern können

Juli 2023

BrainSnack – Podcast der RHÖN STIFTUNG

315 von 100.000 Einwohnern erhalten in Deutschland jährlich ein künstliches Hüftgelenk – und ist damit „Hüftgelenksweltmeister“. Für den Eingriff lagen Patienten im Jahr 2019 durchschnittlich zehn Tage in der Klinik und gingen anschließend 20 Tage in eine stationäre Rehabilitationseinrichtung.

Ganz anders ist das in den USA bei den Patienten der Kaiser Permanente: dort werden Patienten nach der OP nicht stationär im Akutkrankenhaus aufgenommen und auch ein Reha-Aufenthalt ist nicht nötig. Stattdessen werden die Patienten Monate vor der OP auf den Eingriff vorbereitet und im Anschluss zu Hause begleitet. Mit einem besseren medizinischen Ergebnis: Sowohl die Wiederaufnahmerate ist signifikant niedriger als auch Revisions-Operationen sind signifikant seltener erforderlich als in Deutschland. Dies zeigt eine Untersuchung, die Dr. Benedikt Simon gerade im The New England Journal of Medicine Catalyst veröffentlicht hat.

Hochgerechnet auf Deutschland würden durch die Implementierung des Versorgungsprozesses von Kaiser Permanente 4.000 Betten in Krankenhäusern und 10.000 Betten in Reha-Einrichtungen frei werden – eine immense Ressourcenersparnis bei gleichzeitig höherer Versorgungsqualität.

Wie das möglich ist, darüber sprach Sebastian Balzter beim BrainSnack mit Dr. Benedikt Simon, Chief Officer Integrated and Digital Care bei den Asklepios Kliniken.

Hören Sie das Gespräch hier:

Link zum Paper: Patient Pathway Comparison for Total Hip Replacement in the United States and Germany — Why the Payment Model Matters | NEJM Catalyst