Zum Inhalt springen
RHÖN STIFTUNG – Eugen und Ingeborg Münch
Innovationen in der GKV

Innovationen in der GKV

17. März 2026

27. Februar bis 01. März, Frankfurt

Beim Think Camp setzten sich die Teilnehmer mit innovativen Ansätzen zur Steuerung der Gesundheitsnachfrage auseinander. Im Mittelpunkt standen internationale Modelle und neue Steuerungsinstrumente, die Patienten stärker einbeziehen und künftig auch in Reformen der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) – etwa über neue Vertragsangebote – integriert werden könnten.

Von den vier hochkarätigen Dozenten erhielten die Teilnehmer Einblicke in aktuelle Grenzen der GKV-Vertragsgestaltung, bestehende Ineffizienzen auf der Nachfrageseite sowie internationale Beispiele der Patientensteuerung. Aufbauend auf diesen Impulsen entwickelten sie eigene Vorschläge, wie solche Modelle in Versicherungsverträge der GKV integriert werden könnten.

Die Aufgabe:

Sie sind Vorstand einer gesetzlichen Krankenkasse, um deren Finanzen es schlecht bestellt ist. Die jährlichen Defizite Ihrer Kasse sind immens und Sie mussten den Zusatzbeitrag schon mehrmals in kurzer Zeit anheben. Ihren Wettbewerbern geht es aber kaum besser. Sie würden gerne stärker in den Wettbewerb gehen und Ihren Versicherten Angebote machen, mit denen sie sich günstiger bei Ihnen versichern und trotzdem eine hochwertige Versorgung erhalten können. Welche Angebote schweben Ihnen vor und welche Anpassungen müsste der Gesetzgeber vornehmen, um sie zu ermöglichen?

Beachten Sie dabei, dass Ihre Angebote stets die Basisleistungen des gesetzlichen Leistungskatalogs umfassen und Sie Risikoselektion zu Lasten der Versichertengemeinschaft vermeiden. Denn Rosinenpicken (also Selektion von guten Risiken) würde zwar einzelne Kassen begünstigen können, aber nicht die Gesamtheit der GKV. Letzteres ist aber nötig, um das Gesundheitswesen insgesamt zu stabilisieren. Es sollen also schlechte Risiken nicht nur zwischen den einzelnen Kassen verlagert werden, sondern Ihre neuen Angebote sollen die Kosteneffizienz im System verbessern, z.B. indem vermeidbare Inanspruchnahme gesenkt wird oder günstigere Preise bei Leistungserbringern erzielt werden.

Die Arbeiten der Teilnehmer:

Alle drei Arbeiten zeigen Wege zu einer effizienteren und stärker gesteuerten Gesundheitsversorgung auf. Im Fokus stehen Daten, Digitalisierung und personalisierte Patientensteuerung. Während CareNavigator und Value4Life strukturelle Lösungen bieten, setzt VIDA auf individuelle Begleitung durch KI.
Gemeinsam verfolgen sie das Ziel, Qualität zu steigern und Kosten durch bessere Koordination zu senken.

Gruppe CareNavigator

Maike Frieben, Ronja Hähnel, Nora Koenig, Katharina Ruschmann

Das Konzept der Gruppe entwickelt eine datenbasierte Versorgungssteuerung innerhalb der GKV. Ziel ist es, Versicherte gezielt zu segmentieren und personalisiert zu steuern, um Über-, Unter- und Fehlversorgung zu reduzieren. Die Krankenkasse wandelt sich dabei vom reaktiven Kostenträger zum proaktiven Gesundheitsmanager.

  • HIER LESEN
  • Präsentation

Gruppe Value4life

Andrea Dietrich, Maike Medina Kehl, Paul Bley, David Muchina

Die Arbeit beschreibt eine umfassende Strategie zur Modernisierung der GKV durch bessere Koordination, Digitalisierung und Prävention. Zentrale Maßnahmen sind multiprofessionelle Versorgungsteams, Telemedizin, KI-Nutzung und strukturelle Reformen. Ziel ist ein effizienteres, vernetztes und präventionsorientiertes Gesundheitssystem.

  • HIER LESEN

Gruppe VIDA

Annabelle Rauser, Melina Branding, Viktoria Lorenz, Lara Marleen Fricke

VIDA ist ein KI-gestützter Avatar, der die elektronische Patientenakte erweitert und Patienten im Alltag begleitet. Er unterstützt bei Navigation, Prävention und Organisation der Versorgung. Dadurch soll die Gesundheitskompetenz gestärkt und die Versorgung effizienter gestaltet werden.

  • HIER LESEN
  • Präsentation

Die Dozenten:

  • Dr. med. Mathias Krisam , Geschäftsführer läuft. GmbH
  • Dr. Gertrud Demmler , Vorständin SBK
  • Prof. Stefan Felder , Director bche, University of Basel | Faculty of Business and Economics | Basel Center for Health Economics
  • Prof. Dr. Nils Gutacker, Centre for Health Economics, University of York, Mitglied des Sachverständigenrates Gesundheit und Pflege

Downloads